Slowenien: Julische Alpen (200 KM)

Slowenien – ein Land, dass man nicht unbedingt im Kopf hat, wenn man an die Planung von Motorradtouren denkt, dabei hat es doch so viel zu bieten und kann ohne Frage mit anderen Motorradregionen mithalten.

Wurzenpass

WurzenpassÜber den Wurzenpass geht es nach Slowenien. Die Geschichte des Wurzenpasses reicht zurück bis ins 18. Jahrhundert, wo er dem Handel zwischen Kärnten und Slowenien diente. Heute ist der Karawankentunnel die schnellste Verbindung zwischen Österreich und Slowenien und wohl auch die Bequemste, denn der Wurzenpass ist gerade auf der österreichischen Seite in denkbar schlechter Verfassung und das neben der engen und kurvenreichen Fahrbahn mit teilweise 18 % Steigung. Mit 1073 Meter gehört er nicht gerade zu den höchsten Pässen, aber landschaftlich ist er sehr schön und oben auf dem Pass gibt es einiges zu sehen. So steht z.B. auf der linken Seite ein alter T-34 Panzer, der an die Zeit des kalten Krieges erinnern soll. Zu dieser Zeit wurden entlang der Straße des Wurzenpasses starke Verteidigungsstellungen errichtet. Mehr darüber kann man im Bunkermuseum auf dem Wurzenpass erfahren. Dieses befindet sich in einer ehemaligen Bunkeranlage auf dem Wurzenpass, welche zwischen 1963 und 2002 aktiv, aber streng geheim waren.

Vrsic-Pass

Vrisic-PassGleich hinter dem Wurzenpass liegt Kranjska Gora und der Vrisic-Pass. 1611 Meter erreicht dieser und ist damit der höchste Gebirgspass Sloweniens. Die Auffahrt von Kranjska Gora hat es in sich, da hier in den Spitzkehren zusätzlich mit Kopfsteinpflaster zu kämpfen ist. Insgesamt ist die Strecke 45 km lang und umfasst 51 Spitzkehren mit einer maximalen Steigung von 14 %. In der 17 Kehre sollte man kurz halten, denn hier befinden sich unzählige kleine Steinpyramiden, die sehr sehenswert sind. Die Abfahrt ist etwas länger und sehr schön zu fahren. Sie führt ins wunderschöne Soca-Tal.

Monte Mangart

MangartKurvenreich geht es entlang der Soca zum Pedril Pass, von dem die Mangartstraße abzweigt. Die Auffahrt zum Monte Mangart beginnt in 1094 Metern Höhe und führt über 11,5 Km mit einer teilweisen Steigung von 22 % auf 2055 Meter Höhe. Der Monte Mangart ist damit der höchste anfahrbare Punkt Sloweniens und der julischen Alpen. Schon die Eindrücke während der Auffahrt lassen das Herz höher schlagen, aber das Bergpanorama, welches sich oben auf dem Monte Mangart eröffnet, ist einfach nur atemberaubend schön.

Monte Santi di Lussari

Monte Santo di LussariZurück auf dem Pedril Pass führt dieser über die Grenze nach Italien mit einer wunderschönen Sicht auf den Lago del Predil mit seinem klaren Wasser und seiner intensiven grünblauen Färbung. Von hier aus geht es kurvenreich weiter nach Tarvisio zur Talstation des Monte Santo Lussari. Hier müssen Motorräder unten bleiben, denn hier führt eine 2.384 Meter lange Kabinenseilbahn auf hoch auf den Berg. Auf diesem liegt die Wallfahrtskirche Santo Lussari, um die sich ein kleines touristisches Örtchen angesiedelt hat. Neben einem wunderschönen Panoramablick in die Alpen, verzaubert das kleine Dörfchen, welches sich an den Berg anschmiegt, mit seinem ganz besonderen Charme.

Passo Pramollo – Naßfeldpass

NassfeldpassZurück nach Österreich geht es über den Passo Pramollo bzw. den Naßfeldpass. Neben dem Plöckenpass ist der Naßfeldpass die einzige ausgebaute Straßenverbindung über die Karnischen Alpen. Ein Teil der Straße liegt in Österreich mit dem Namen Naßfeldpass und der andere in Italien mit dem Namen Passo Pramollo. Auf der österreichischen Seite ist der Pass sehr gut ausgebaut, in Italien ist es stellenweise etwas holpriger. Der Scheitelpunkt liegt auf 1530 Metern.