Haut-Languedoc (210 Km)

Haut-Languedoc

Haute-LanguedocDer Naturpark Haut-Languedoc liegt zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantik. Aufgrund der klimatischen Verhältnisse konnten sich vielfältige Landschaften entwickeln, die  den Haute-Languedoc zu einer charaktervollen Region für alle Naturliebhaber machen. Ein Wechsel zwischen Grün und trocken, rau und sinnlich, zwischen Mooren, Wäldern und Wiesen bietet hier einen natürlichen Lebensraum für seltene Tierarten wie den Bonelli-Adler, Otter, das Mufflon oder die Ginsterkatze.

Les 9 Écluses de Fonseranes

9 Écluses de FonseranesZunächst streifen wir aber noch einmal das Mittelmeer und gelangen nach Béziers. Hier erwartet uns der Canal du midi. Der „Kanal des Südens“ ist insgesamt 240 KM lang und verbindet Toulouse mit dem Mittelmeer. Der Kanal wurde 1681 fertiggestellt. Schon lange vor dem Bau wurde der Wasserweg zwischen der Atlantikküste und der französischen Mittelmeerküste als wünschenswert angesehen, um den langen und beschwerlichen Weg rund um die Iberische Halbinsel zu vermeiden. Die Höhenunterschiede zwischen den Endpunkten des Kanals und seinem Scheitel erfordern eine Vielzahl von Schleusen. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die sechsstufige (ursprünglich achtsstufige) Schleusentreppe von Fonserannes bei Béziers. Hier werden die Schiffe in sechs Etappen um 13,6 Meter gehoben bzw. gesenkt. Die Durchfahrt dauert je nach Richtung 30 Minuten bzw. 45 Minuten. Heute wird der Kanal fast nur noch touristisch genutzt. Letztere tun auch wir uns steuern die berühmten 9 Écluses de Fonseranes an.

Col de Fontfroide

Col de FontfroideUnsere weitere Route läßt uns das Departemnt Aude streifen ehe wir in den Naturpark Haut-Languedoc eintauchen. Hier merkt man schnell, dass es eher eine dünn besiedelte Region ist.  Weitestesgehend fahren wir hier alleine durch eine einsame, aber wunderschöne Natur. Während wir uns Richtung Norden bewegen, steigt die Straße stetig an und beschert uns 5 weitere Pässe, die alle um die 1000 Höhenmeter liegen. Besonders schön ist der letzte, der Col de Fontfroide. Er liegt am Südrand des Zentralmassivs und verbindet das Tal des Agout mit dem des Orbs. Die Abfahrt beeindruckt mit herrlichen Ausblicken.

Pont du Diable

AubergeAm Fuße des Col de Fontfroide liegt der Ort Olargues, eine rustikale Perle des Languedoc. Die mittelalterliche Stadt hat seinen alten Charme bewahrt und lässt die Natur mit der mittelalterliche Architektur perfekt verschmelzen. Besonders hervorzuheben ist die Pont du Diable. Sie ist die wahrscheinlich älteste romanische Steinbrücke Frankreichs, welche noch vollständig erhalten ist und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Unter ihr plätschert fröhlich der Fluss Le Jaur und selbigen folgen wir bis dieser von dem Fluss Orb abgelöst wird.

Im Tal des Orb erwartet uns dann auch unsere heutige Unterkunft.

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