Die Ahr-Eifel (125 KM)

Das Ahrtal

Unsere heute Motorradtour führt uns durch die wunderschöne Ahr-Eifel. Die Ahr hat ihren Namen von dem keltischen Wort „aha“, was schlicht und ergreifend „Wasser“ bedeutet.  Sie ist rund 85 Km lang und ein Nebenfluss des Rheins. Ihre Quelle liegt im Keller eines Fachwerkhauses in Blankenheim. Wir werden heute immer mal wieder auf die Ahr stoßen und dem kleinen Fluss Abschnittsweise folgen. Zunächst geht es direkt zu dem schönsten Streckenverlauf der Ahr, nämlich das mittlere Ahrtal. Es ist der Teil, der im touristischen Sinne als Ahrtal verstanden wird. Er ist von Weinanbau auf den Südhängen und der Felslandschaft charakterisiert, die der Fluss bei seinem rund 300 Meter tiefen Einschneiden in das „Ahrgebirge“  geschaffen hat.

Das Ahrtal

Das Ahrtal

Von unserem Hotel aus sind wir sehr schnell im Ahrtal, drehen aber eine kleine Schleife und erreichen so einen sehr schönen Aussichtspunkt oberhalb von Dernau, von wo wir aus, einen tollen Panoramablick ins Ahrtal haben. Kurz darauf gelangen wir runter ins romantische Ahrtal und folgen der Ahr, die sich am Fuße der Weinberge durch das Tal schlängelt. Rechts und links ziehen die Straußenwirtschaften der Winzer an uns vorbei, während wir uns dem Flow der Straße hingeben. Wir folgen den Schildern Richtung „Nürburgring“ und erblicken in einer Kurve das Café „Fahrtwind“. Ein beliebter Bikertreff, bei dem wir heute aber nicht einkehren. Für uns geht es über wunderschöne Nebenstrecken durch das Kesselingertal weiter  Richtung „Nürburgring“.

Der Nürburgring

Nürburgring

Wir erreichen Adenau, das Rennfahrerdorf in der Eifel. Adenau gehört nicht mehr zur Ahreifel, sondern zur Hocheifel. Seine Lage an der Nordschleife des Nürburgrings  lockt besonders an den Wochenenden viele Rennsportbegeisterte an und es gibt dann immer reichlich tolle Autos auf den Straßen zu bestaunen, die den kleinen Ort passieren. Auf Teilnehmerwunsch legen wir hier gerne einen kurzen Stopp ein, sofern ein Blick auf die Rennstecke gewünscht ist.

Der Nürburgring wurde am 18. Juni 1927 eingeweiht. Die ursprünglich insgesamt bis etwa 28 Kilometer lange „Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke“ war in ihrer Urform bis 1982 in Betrieb. Der Nürburgring ist die längste permanente Rennstrecke der Welt.  1984 wurde im Bereich der Start-und-Ziel-Schleife und der Südschleife die zu dieser Zeit „modernste und sicherste Grand-Prix-Strecke der Welt“ eröffnet.  Die damals 4,5 Kilometer lange GP-Strecke wurde direkt an die 20,8 Kilometer lange Nordschleife angebunden. Beide Teilstrecken können zu einem 26 Kilometer langen Gesamtkurs zusammengefasst werden, der jedoch nur in abgeänderter Form für Rennen benutzt wird.

Wasserfall Dreimühlen

Wasserfall Dreimühlen

Wir verlassen den Nürburgring und fahren weiter über die typischen kleinen Eifelsträßchen, die sich durch wunderschöne Naturlandschaften schlängeln und gelangen von der Hocheifel in die Vulkaneifel zur Nohner Mühle. Nicht unweit von dieser entfernt liegt der Wasserfall „Dreimühlen“, den wir allerdings nur sehen, wenn wir zu einem kleinen Fußmarsch von ca. 10 Minuten bereit sind. Der Wasserfall gehört zu den besonderen Sehenswürdigkeiten in der Eifel. Beim Bau der Eisenbahnstrecke von Dümpelfeld über Hillesheim nach Jünkerath, die 1912 als Mittlere Ahrtalbahn eröffnet wurde, fasste man drei Quellbäche zusammen und leitete sie in einer Röhre unter dem Bahnkörper hindurch, wodurch der Wasserfall entstand. 1938 ist der Wasserfall dann zum offiziellen Naturdenkmal erklärt worden.

Nohner Mühle

Nohner Mühle

Als Belohnung für diesen kleinen Fußmarsch ruhen wir uns anschließen im Innenhof der Nohner Mühle, in dem ein süßes kleines Café liegt (an Samstagen und Sonntagen leider hoffnungslos überlaufen) bei einer Tasse Kaffee und frische Waffeln aus.

Von hier aus treten wir unsere Rückreise an und gelangen nach wenigen Kilometern zurück in die Ahreifel und das obere Ahrtal. Wir folgen wieder einige Kilometer der Ahr, die sich auch hier kurvenreich durch die Landschaft schlängelt.  Allerdings verlassen wir die Ahr auch noch einmal kurz und  drehen eine kleine Extraschleife, um eine besonders schöne Strecke über die Höhen der Eifel mitzunehmen und eine letzte kleine fahrerische Herausforderung mit ein paar Spitzkehren, die ein klein wenig Alpenfeeling versprühen, mitzunehmen. Wenig später gelangen wir aber zurück auf die B257, die uns zügig zu unserem Hotel zurück bringt.