Eifel-Maare (200 Km)

Die mit Wasser gefüllten Eifel-Maare sind das Markenzeichen der Vulkaneifel. Ganze zwölf an der Zahl gibt es davon in der Eifel, die der Natur einen einzigartigen und farbenprächtigen Anstrich geben. Gerne werden sie auch als „Augen der Eifel“ bezeichnet, da sie oftmals kreisrund sind. Die Bezeichnung Maar stammt übrigens aus dem lateinischen und bedeutet Meer.  Entstanden sind die Maare vor vielen tausenden von Jahren als aufsteigendes Magma auf eine wasserführende Erdschicht traf. Hierbei verdampfte das Wasser schlagartig, so dass dies zu einer gewaltigen Explosion führte, nachbrechendes Material sowie vulkanisches Auswurfmaterial rutschte von den Tuffwällen in den Maarkessel, der sich mit nachfließendes Grundwasser füllte. Das Ergebnis davon war die Entstehung eines Maars. Einige dieser Eifel-Maare zeigen wir Euch auf unserer heutigen Motorradtour.

Booser Doppelmaar

Booser MaarDas Booser Doppelmaar besteht aus zwei verlandeten Maaren, die sich als flache Kessel in die Landschaft gezeichnet haben, von denen der größere durch einen künstlichen Damm zu einer Wasserfläche angestaut wurde. Im Jahr 2000 wurden die beiden Maare zum Naturschutzgebiet erklärt. Mit 152 ha zählt es  zu den größten in Rheinland-Pfalz. Ziel der Schutzverordnung ist es, die noch vorhandenen Wasser- und Flachwasserzonen der Trockenmaare sowie die Feuchtwiesen als Lebensraum bedrohter Tierarten zu erhalten.

Ulmener Maar

Ulmener MaarDas Ulmener Maar gehört zu den jüngeren Eifel-Maaren. Es liegt in der Nähe der Stadt Ulmen und ist 510 Meter lang, 350 Meter breit sowie bis zu 37 Meter tief. Ein Wall aus Tuff umschließt den See. Dass der Vulkanismus noch aktiv ist, zeigen Blasen im Randbereich des Maars, welches von einem wunderschönen Wald bewachsen ist. Viele Geschichten und Sagen ranken sich um das Maar. Eine der bekanntesten ist die vom Riesenfisch im Maar. Es heißt, dass jedes Mal, wenn er gesehen wurde, einer der Burgherren, der über dem Maar thronenden Burg, starb.

Pulvermaar

Eifel-MaareDas Pulvermaar ist ein Maar wie aus dem Bilderbuch, denn es ist fast kreisrund, mit dem blauesten Wasser gefüllt und von einem wunderschönem Buchenwald umgeben. Dabei ist es mit seinen 74 Metern so tief wie kein anderer der einzigartigen Eifelseen und einer der tiefsten Seen in ganz Deutschland. Darüberhinaus wird das Pulvermaar von einem fast lückenlosen bis zu 20 Meter hohen Tuffwall umgeben, welcher eine morphologische Einzigartigkeit in der Eifel darstellt.

Dauner Maare

Mit den Dauner Maaren erwischen wir gleich drei Eifel-Maare auf einen Streich. Das Schalkenmehrener Maar, das Weinfelder Maar und das Gemündener Maar. Alle drei zusammen vereinen sich zum Naturschutzgebiet „Dauner Maare“. Sowohl das Gemündener Maar und das Weinfelder Maar sind zwei nährstoffarme und tiefe Seen. Das Schalkenmehrener Maar ist eher ein flacher Maarsee, dessen östlicher Teil verlandet ist. Es ist das älteste Maar der Dauner Maare.

Gerolsteiner Dolomiten

GerolsteinNach einer Kaffeepause am letzten der sechs Maare, sagen wir Auf Wiedersehen „Eifel-Maare“ und nehmen Kurs auf die Gerolsteiner Dolomiten. Ja, ganz recht, auch die Dolomiten finden sich in der Eifel wieder. 1990 wurden die Gerolsteiner Dolomiten sogar als Naturschutzgebiet mit einer Fläche von ca. 102 Hektar ausgezeichnet. Ihr Name ist auf ihre Entstehungsgeschichte zurück zu führen, diese ist nämlich die Selbe wie die der berühmten Dolomiten in Italien. Sowohl bei den Italienischen wie auch bei den Gerolsteiner Dolomiten handelt es sich um Korallenriffe, die Millionen vor Jahren durch die Versenkung und Faltung der Gesteine herausgehoben wurden.

Mühlen-Abschluss

Wassermühle BirgelNach ca. 180 Km erreichen wir das wunderschöne Mühlengelände der Historischen Wassermühle in Birgel. Die  älteste der funktionstüchtigen Mühlen auf dem Mühlengelände ist die Getreidemühle. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Wassermühle wurde 1917 mit einer Turbine ausgestattet und war somit die größte Mühle im Kreis Daun-Vulkaneifel. Eine alte Sägemühle befindet sich ebenfalls auf dem historischen Gelände. 1995 folgte noch eine Oel- und Senfmühle. Neben Mühlenbäckerei und Schnapsbrennerei bietet die Mühle aber auch ein schönes Restaurant, in welchem wir bei einem gemeinsamen Essen unser Motorradwochenende in der Eifel ausklingen lassen.

Von hier aus sind es noch ca. 20 Kilometer zur Autobahn A1 (Auffahrt Blankenheim), die wir nach dem Abschlussessen noch gemeinsam fahren werden. Ab hier kann dann jeder eigenständig die Heimreise am späten Nachmittag/frühen Abend antreten.

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