Cols, Seen und Heimreise (263 Km)

Unsere vorletzte Etappe bringt uns noch mal auf 2000 Metern bevor es runter zum Lac d´Annecy geht.  Hier müssen wir langsam Abschied von den Grandes Alpes nehmen. Nach 300 Tageskilometern lassen wir den Tag am Lac d´Annecy ausklingen, bevor wir am nächsten Tag unsere letzte Etappe von beschaulichen 200 Km zurück nach Pontarlier antreten.

Col du Glandon

Col du Glandon

Vom Lac de Serre-Ponçon geht es zurück auf die Route Napoléon. Vor uns liegen 300 KM und unser heutiges Etappenziel ist der der wunderschöne Lac d´Annecy. Zunächst steht aber der erst Col auf dem Programm. Den Col Bayard mit 1246 Metern nehmen wir beim Durchfahren mit, denn er liegt auf der Route de Napoléon. Ca. 40 Km vor Grenoble verlassen wir die Route Napoléon. Ab jetzt werden die Straßen wieder schmaler. Zur Auffahrt zum Col du Glandon passieren wir unterwegs den Col d´Ornon, der mit 1371 Metern und einer sehr schleichenden Anfahrt ohne Passschild niemandem überhaupt als Passhöhe auffallen würde. Wir kreuzen das nächste Tal und passieren die Gemeinde Oz.

Col du Glandon

Von Oz aus starten wir die Auffahrt zum Col du Glandon. Es ist keine schwierige Auffahrt, aber landschaftlich sehr schön und idyllisch. Da der Col du Gladon nicht zur klassischen Route de Grandes Alpes gehört und mit 1924 Metern auch nicht zu den Zweitausenders, ist es hier eher ruhig. Gleich zu Beginn überrascht er mit einem wunderschönen Stausee. Auf der Passhöhe erwarten uns eine kleine Hütte und manchmal eine Herde Ziegen. Wir mussten uns entscheiden, ob wir den Col D´Allos mit 2247 Metern in die Tour nehmen oder den Col du Gladon und uns ist die Entscheidung sehr leicht gefallen, denn wenn auch höher, ist die Straße zum Col D´Allos eher bescheiden und die Passhöhe recht enttäuschend.

Col de la Madeleine

Col de la Madeleine

Beim Col de la Medeliene, den wir direkt im Anschluss fahren, gab es keine Überlegung, denn der Col de Madeleine mit 1993 Metern ist zu Recht Dauergast bei der Tour de France. Auch er kann es eigentlich nicht mit den Riesen der Route des Grandes Alpes aufnehmen und verfehlt knapp die Zweitausendermarke, jedoch hat man auf den Schildern der Passhöhe einfach mal großzügig auf 2000 Meter aufgerundet. Auf beiden Seiten werden 1500 Höhenmetern überwunden und in dieser Hinsicht spielt er dann doch in der ersten Liga mit. Aber nicht dies ist der Grund, weshalb wir ihn ausgewählt haben, sondern weil auch er ein landschaftlicher Leckerbissen ist und außerdem der Ausweichpass zum Col L´Iseran, der ja nur in einem begrenzten Zeitraum befahren werden kann.  Auf der Passhöhe erwarten uns gleich zwei größere Gastronomiebetriebe in sensationeller Alpenkulisse, die wir zur Pause und Stärkung nutzen.  Von hier aus genießen wir einen grandiosen Ausblick auf das majestätische Montblanc-Massiv.

 

Lac D´Annecy

Lac D´Annecy

Der Col de la Madeleine war der letzte Alpenpass auf unserer Tour des Grandes Alpes. Recht zügig verlassen wir nun die Zweitausender. Gegen Abend erreichen wir den Lac D´Annecy, wo bereits unser Hotel auf uns wartet. Der Lac d’Annecy wird von Gebirgsflüssen mit Wasser in Trinkwasserqualität gespeist. Er gilt als der sauberste See Europas. Im gegenüberliegenden Steakhaus am See ist ein Tisch für uns reserviert und hier werden wir den Tag mit Blick auf den See ausklingen lassen.

Heimreise (200 Km)

Mont Saleve

Nach einem wunderschönen Abend am Lac D´Annecy und einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen auf der Terrasse, nehmen wir heute die letzte Etappe in Angriff. Sofern die Reisegruppe Lust hat, besteht die Möglichkeit einen Abstecher zum Harley-Davidson Händler in Annecy zu machen. Die weitere Rücktour führt über den Mont Saleve, dem Genfer Hausberg, mit einer grandiosen Aussicht auf den Mont Blanc und den Genfer See. Die letzten Kilometer führen kurvenreich durch das Jura-Gebirge, wo wir noch eine kleine Pause einlegen. Am frühen Nachmittag erreichen wir unser Ausgangshotel in Pontarlier. Ob die Heimreise noch am selbigen Tag angetreten wird oder erst am nächsten Tag nach dem Frühstück, obliegt jedem selber. Zimmer sind für alle reserviert und wir treten am Samstag nach dem Frühstück die Heimreise an.